| INTERVIEW mit den Betreuerinnen |
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1. Seit wann arbeitest du im Kinderladen?
Jill: Seit September 1997 Kerstin: Seit Januar 2000 Amira: Seit September 2006
2. Wie bist du zum Kinderladen gekommen?
Jill: Ich habe 1996 hier mein Praktikum absolviert, meine Freundin arbeitete bereits hier. Es gab damals eine spanische Kollegin im Team, die zum September 1996 zurück in ihre Heimatstadt ging. Da bin ich nachgerückt.
Kerstin: Ich habe den Kinderladen selbst mitgegründet, um eine Alternative zur staatlichen Kinderkrippe zu schaffen. Mein Sohn Samuel war von 1991 – 1996 eine „Quasselstrippe“.
Amira: Ich war drei Jahre eine private Nanny bei einer Familie, deren Tochter in der Quasselstrippe betreut wurde; so lernte ich Jill und Kerstin und den Laden kennen.
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3. Was schätzt du an der Arbeit hier (besonders)?
Jill: Es ist eine ausgesprochen dankbare Tätigkeit; Kinder zu betreuen. Sehr lebendig. Ich würde nicht gegen einen Bürojob tauschen wollen. Bin sehr froh über die gute Struktur unseres Ladens, die wir in den letzten Jahren gemeinsam entwickelt und umgesetzt haben, und die familiäre Atmosphäre und die Arbeit im Team. Kerstin: Ich mag es, dass es in der KITA sehr familiär zugeht. Der Betreuungsschlüssel ist sehr gut. Zeit für Weiterbildung. Auch, dass es eine Team-Supervision gibt, finde ich toll. Amira: Ich mag die familiäre Atmosphäre und den vertrauten Umgang.
4. Gibt es etwas, dass dich (manchmal / immer mal wieder) stört / ärgert?
Jill: Ja, jeden Winter stört mich auf’s Neue, dass so wenig Licht in die Räume dringt oder dass der tägliche Morgenkreis unterbrochen wird, weil Eltern zu spät kommen. Kerstin: Oft sind immer gleiche Debatten an Elternabenden ermüdend, wie z. B. Bio-Essen oder nicht usw. Amira: Die Wintermonate sind sehr anstrengend... auch wegen der Lichtverhältnisse.
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5. Kannst du ein besonderes Erlebnis (oder mehrere) aus deiner Zeit hier erzählen?
Jill: Oh, da könnt ich vieles.… Kerstin: - Amira: Einschlafsituation der kleinen Kinder – alle Kuscheltiere waren vergriffen, doch ein Junge wünschte sich noch eines.... Die Betreuerin, die mit den Kindern kuschelte sagte: heute bin ich mal dein Kuscheltier! Fünf Minuten später sah das Kind die Betreuerin an und sagte: aaaber ich will eins, das nicht sprechen tut.
6. Gab es schon mal eine Situation, in der du alles hier hinschmeißen wolltest?
Jill: Nein, gab’s nie. Wenn’s wirklich mal eng werden sollte, haben wir eine wunderbare Supervisorin an unserer Seite, die wir mit dem gesamten Team einmal monatlich konsultieren. Kerstin: Nein. Amira: Nein.
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7. Wie erlebst du den Abgang der Kinder, mit denen du ja meistens ein paar Jahre verbringst?
Jill: Das ist immer auf’s Neue ein Moment, bei dem Freude und Trauer sehr dicht beieinander liegen. Bei einigen Kindern muss ich schon weinen. Kerstin: Es gibt immer ein Schultütenfest, welches von den Eltern der Schulanfänger vorbereitet wird. Die Zeit vorher ist sehr aufregend für alle. Der „Abgang“ der Kinder ist ein „traurigschönes“ Ereignis. Amira: Es ist sehr spannend, sich anzusehen, was die Kinder über die Jahre gelernt haben. Sie werden alle vermisst und ihre Geschichten werden lange erzählt.
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8. Habt ihr noch Kontkt zu Kindern (und / oder Eltern), die früher hier waren?
Jill: Ja, entweder privat, d.h. man besucht sich zu Geburtstagen oder trifft sich im Kiez. Einige schauen auch zum Umtrunk nach den Elternabenden vorbei. Viele Kinder besuchen uns in Abständen - oft noch nach Jahren - schön… Kerstin: Oft kommen „Ehemalige“ in den Ferien zu Besuch. Zu einigen Eltern habe ich Kontakt, da sich über gemeinsame Jahre manchmal natürlich auch Freundschaften bilden. Amira: Es gibt einige Kinder, die gerne immer wieder kommen! Und auch Eltern, die tief verwurzelt sind in der KITA.
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