KONZEPT der Kindertagesstätte

5. Die Eingewöhnung

Wir arbeiten angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell.
Regelmäßig gibt es in unserem Kinderladen "Tage der offenen Tür", an denen interessierte Eltern die Kita besichtigen, Fragen zum pädagogischen Konzept, zur Vereinsstruktur und zum Thema Elternarbeit stellen können.
Die Anmeldungen gehen zum Jahresanfang schriftlich für das folgende Kitajahr ein.
Die Eltern bewerben sich schriftlich und stellen sich als Familie vor.
Später werden, abhängig vom Bedarf in der jeweiligen Altersstruktur, Familien eingeladen. In Vorstellungsgesprächen, die mit den neuen Eltern, Mitgliedern des Vorstandes und des betreuenden Teams geführt werden, finden Fragen Beantwortung und es erfolgt eine ausführliche Darlegung der Struktur der Kita mit dem Ziel, den Eltern auch die umfassend erforderliche Elternarbeit zu erklären.

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Die Zeit vor der Eingewöhnung

Nachdem wir die Eltern kennengelernt haben, können sie uns nach vorheriger Absprache im Kinderladen oder auf dem Spielplatz besuchen. Vielen Kindern erleichtert das die spätere Eingewöhnung.
Während unserer Sommerschließzeit, drei Wochen, dürfen die künftig neuen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern unsere zwei Kaninchen auf dem Hof versorgen. Dabei lernen sie die Örtlichkeiten zunächst einmal ohne den laufenden Kitabetrieb kennen und können sich vertraut machen.
Vor Beginn findet ein Eingewöhnungselternabend statt, auf dem die Struktur der Eingewöhnungszeit von den Betreuern vorgestellt, Termine vereinbart, Wünsche berücksichtigt werden und Eltern erfragen können, was sie wissen müssen und wollen.
Da jede Betreuerin eine Gruppe begleitet, wird nur ein Kind pro Gruppe gleichzeitig eingewöhnt.
Das ermöglicht es uns, jedem Kind vollste Aufmerksamkeit zu schenken, es in seinen Bedürfnissen und Besonderheiten wahrzunehmen.

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Die Grundphase

In der Grundphase verlässt das die Eingewöhnung begleitende Elternteil, die Bindungsperson, nicht den Gruppenraum. Sie ist anwesend, verhält sich aber passiv.
Dem Kind wird ermöglicht, Kontakt zu seiner Bezugsbetreuerin und evt. auch anderen Kindern aufzunehmen.
Die Betreuerin nimmt behutsam und sensibel erste Beziehungen zum Kind auf, macht kleinere Spielangebote.
Währenddessen sollten die Eltern im selben Raum anwesend sein, sich aber außerhalb des Geschehens passiv verhalten und nur wenn es erforderlich ist, weil ihr Kind sie aufsucht oder getröstet werden möchte, Aktivität zeigen.
Diese Phase der Eingewöhnung dauert drei Tage. Die Eltern sind am Vormittag 1-3 Stunden mit ihren Kindern in der Kita und gehen vor dem Mittagessen.
Die Betreuerinnen befinden sich im Austausch mit den Eltern, um den Kindern die Eingewöhnung zu erleichtern.

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Der vierte Tag

Der vierte Tag wird immer ein Donnerstag sein. So gibt es keine Unterbrechung der Eingewöhnung. Auch sollte die vorherige Grundphase nicht durch Krankheit unterbrochen werden.
An diesem Tag verlassen die Eltern das erste Mal für etwa 15 Minuten den Raum, bzw. die Kita, nachdem sie sich vorher vom Kind verabschiedet haben.
Sie bleiben für diese Zeit ganz in der Nähe.
Je nachdem, wie das Kind mit der Trennungssituation umgeht, wird anschließend eine Entscheidung über eine kürzere oder längere Eingewöhnungszeit getroffen.

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Die Stabilisierungsphase in kürzerer Eingewöhnungszeit

Die Eltern verlassen für eine mit den Betreuern vereinbarte Zeit den Kinderladen, bspw. für eine Stunde, später für zwei und immer so weiter.
Sie verabschieden sich vom Kind und gehen, bleiben aber in Bereitschaft, ganz in der Nähe.
In dieser Phase können die Eltern das Kind in der Kita auch schlafen legen, wobei sie schrittweise von den Betreuern abgelöst werden.

Die Stabilisierungsphase in längerer Eingewöhnungszeit

Bis zum einschließlich sechsten Tag werden keine weiteren Trennungsversuche unternommen.
Sollte das Kind danach einen erneuten Trennungsversuch nicht tolerieren, wird eine weitere Pause von 1-2 Tagen eingelegt.
Die anschließende Zeit verläuft wie bei der kürzeren Eingewöhnung.
Ab dem neunten Tag können die Eltern das Kind schlafen legen.

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Die Schlussphase

Das Kind verabschiedet sich und ist bereit, die folgenden Stunden ohne seine Eltern im Kinderladen zu verbringen, Betreuer und Kinder als sein neues Umfeld anzunehmen.
Die Eltern müssen für die nächsten zwei Wochen in Bereitschaft verbleiben, telefonisch erreichbar sein, um schnell im Kinderladen eintreffen zu können, sollte es die Bezugsbetreuerin für das Wohl des Kindes unerlässlich finden.
Sollten innerhalb dieser Zeit keine weiteren Irritationen auftreten, erachten wir die Eingewöhnung als erfolgreich abgeschlossen.

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